Antony Szmierek

Flight Simulator

Künstler: Antony Szmierek
Album: “Decoding Birdsong”
VÖ: 21.08.26
Label: Mushroom Music / Virgin Music Group
Website: https://www.antonyszmierek.co.uk
(c) Slider-Foto: Zak Watson

Bearbeitet: @thorstenstark

Der aus Manchester stammende Dichter, Autor und Produzent Antony Szmierek veröffentlicht heute sein bemerkenswertes zweites Album „Decoding Birdsong“. Das gemeinsam mit seinem langjährigen kreativen Partner Max Rad entstandene Werk vereint eine vielseitige Auswahl an Künstler:innen, darunter die australische Formation Pretty Girl, die Londoner Band Los Bitchos, der Produzent 1-800 GIRLS aus Bristol, Imogen and the Knife sowie der Indie-Pop-Star Ellur. „Decoding Birdsong“ ist stark von Antonys Liebe zur elektronischen Musik geprägt; zu den Einflüssen zählen Künstler wie Four Tet, Caribou und LCD Soundsystem. Tanzmusik begleitet ihn schon seit seiner Kindheit – von den ersten Eindrücken beim Hören von „Rhythm Is A Dancer“ während der „Blackpool Illuminations“ bis hin zu den Nächten, in denen er sich als Student in Warehouse-Raves verlor. Auf dem neuen Album treffen House, Techno, Electro und Disco auf seinen unverwechselbaren Spoken-Word-Stil, wobei die Beats seinen Texten eine neue Dynamik und Energie verleihen. Er selbst beschreibt es so: „Ein repetitiver Beat und ein dunkler Raum wirken auf mich wie ein Mutterleib.”

Die Platte enthält die Singles „The Heron“, „Chalk“, „Seminal“ sowie die jüngste Veröffentlichung „Flight Simulator“ (feat. Imogen and the Knife), in deren offiziellem Musikvideo der Komiker und Schauspieler Craig Cash („The Royle Family“, „Early Doors“) mitwirkt. Ebenfalls auf dem Album vertreten ist der Fokus-Track „The First Five Minutes Of Magnolia“ (feat. Pretty Girl) – ein Song, der hellen Filter-House mit grungigen New-York-Gitarren verbindet und von der Idee zufälliger Begebenheiten inspiriert ist, wie sie Paul Thomas Anderson in seinem Film „Magnolia“ (1999) thematisiert.

„Decoding Birdsong“ erscheint nur achtzehn Monate nach Antony Szmiereks von der Kritik gefeiertem Debütalbum „Service Station at the End of the Universe“. Dieses hatte dem Künstler einen rasanten Aufstieg beschert, der ihn unter anderem zum Glastonbury Festival und in die Sendung von Jools Holland führte sowie für regelmäßige Airplay-Einsätze bei der BBC sorgte. Er spielte ausverkaufte Konzerte in ganz Großbritannien und Europa und trat im Februar 2026 vor 20.000 Zuschauern auf, als er Solomuns Shows im Alexandra Palace abschloss. Der ehemalige Englischlehrer arbeitete an einem College für Schüler mit besonderen Bedürfnissen, als seine Mischung aus Spoken Word und Dance Music durchzustarten begann. Dies brachte ihm Auszeichnungen wie den Titel „Artist of the Year“ bei 6Music (2023) nach der Veröffentlichung seiner EP „Poems To Dance To“ sowie häufige Vergleiche mit Mike Skinner, Jarvis Cocker und John Cooper Clarke ein. Sein Werk „Service Station at the End of the Universe“ war tief in der Region Greater Manchester verwurzelt – geprägt von den Menschen vor Ort und Wahrzeichen wie der „Stockport Pyramid“. Doch er bekam auch die Kehrseite zu spüren: Plötzlich kannte jeder im Pub seinen Namen. An manchen Tagen fühlte sich das gut an, an anderen kam er sich vor wie in der „Truman Show“. Nach einem Jahr voller extremer Höhen und Tiefen im Musikgeschäft verspürte er den Drang nach Veränderung; Antony zog kürzlich nach Bristol und tauschte das Vertraute gegen Distanz und Ruhe.

Über das neue Album sagt Antony: „Bei „Decoding Birdsong“ geht es um die Entscheidung, an etwas zu glauben. Zufall als Religion. Sich sein eigenes Glück schmieden angesichts von Einsamkeit und Zweifeln. Selbst kleinste Dinge können sich wegweisend, erschütternd und lebensbejahend anfühlen, wenn man sich nur darauf einlässt – doch das Album fragt auch, ob eine solche Lebensweise gefährlich ist. Was passiert, wenn man im Lotto gewinnt? Welche Folgen hat das Glück? Sollte man auf die Vögel hören, oder hört man am Ende doch nur das, was man hören will? Als Begleiter auf dieser Erkundungsreise dienen: ein Reiher, Würfel, ein abstürzendes Flugzeug, die nächtliche TV-Sendung „Aussie Gold Hunters“ und eine Godzilla-Nachbildung aus Fiberglas.“

Nach einer Reihe von Konzerten in Europa und seiner ersten US-Tournee begleitete Antony Szmierek kürzlich „The Streets“ bei einigen Sommerauftritten. Derzeit absolviert er eine Reihe von In-Store-Auftritten, bevor er zu seiner eigenen Headliner-Tour durch Großbritannien aufbricht – darunter große Shows im Londoner O2 Forum Kentish Town und in der Manchester Academy. Später im Jahr wird er zudem als Special Guest von John Cooper Clarke in der Manchester Apollo auftreten.